Das richtige Tool zum Schreiben

Wenn man sich in den Kopf gesetzt hat, etwas zu schreiben, dann fängt man als Nerd natürlich erst mal damit an, herauszufinden, womit man schreiben möchte.

Andere würden jetzt vielleicht einfach Word nehmen. Oder LibreOffice. Oder VIM. — Aber ich doch nicht.

Wenn ich schon schreibe, dann aber richtig. Wenn ich nichts aufs Papier bringe, dann liegt es ja nicht daran, dass ich meine Gedanken nicht unter Kontrolle bringen kann – Nein! – Es wird einzig und allein daran liegen, dass ich das falsche Tool zum Schreiben verwendet habe. Ganz sicher.

Und um das auszuschließen, habe ich die ersten Tage meiner aufkeimenden Kreativität dafür benutzt, ein entsprechendes Tool zu finden.

Welche stehen denn zur Auswahl?

Eine ganze Menge, wie mir scheint. Es ist unglaublich, was man alles so an Tools findet, wenn man schaut. Um nicht völlig den Überblick zu verlieren, habe ich mich auf vier Tools konzentriert: Word (bzw. LibreOffice Writer), Scrivener, Evernote und Ulysses III.

Wenn man sich schon mal ein neues Tool aussucht, sollte man sich natürlich auch Gedanken darüber machen, was man für Features benötigt. Bei mir waren es die folgenden:

  • Synchronisierung über verschiedene Geräte hinweg (iPad, PC, Android Smartphone)
  • Möglichst einfaches und übersichtliches UI
  • Die Möglichkeit, direkt EBooks zu erzeugen für epub und mobi (Amazon) und HTML für Blogeinträge
  • Templates für Kapitel und Szenen erzeugen können
  • Ich möchte alles, was zu einem Projekt gehört in diesem Tool zusammenfassen können

Word (und damit LibreOffice Writer) schied schon sehr früh aus. Ich hatte vor einigen Jahren schon meine ersten Erfahrungen damit machen dürfen und habe mir damals schon geschworen: Wenn ich mir noch mal die Finger verbrennen will, dann aber mit einem völlig anderen Tool.

Also blieb dann nur noch Scrivener und Ulysses III und – natürlich – Evernote übrig.

Evernote hat als großen Vorteil, dass es für alle Platformen (Windows, OSX, Android, iOS) funktionert und dass es über diese Platformen hinweg synchronisieren kann. Es ist aber nicht wirklich ein Schreibtool. Man kann zwar schreiben damit, aber es ist eher ein Tool, mit dem man kurze Ideen sammeln und skizzieren kann. Ich verwende es weiterhin, allerdings nur genau zu diesem Zweck: Sammeln von Ideen.

Der nächste Schritt war dann, sich Demo-Versionen sowohl von Ulysses III als auch von Scrivener zu besorgen. Beide Hersteller bieten eine solche Demo an, die man für eine gewissen Zeit testen und nutzen kann.

Nachdem ich beide Tools einige Zeit verwendet hatte, habe ich mich für Scrivener entschieden, weil es mehr den Workflow beim Schreiben unterstützt und mir als Author hilft, alles an einem Platz zu halten.

Wie meine ich das?

Nun, zunächst einmal habe ich eine Idee, was ich schreiben möchte. Dazu möchte ich mir Notizen machen, damit ich nicht übermorgen wieder alles vergessen habe. Dann möchte ich von diesen Notizen ausgehend, eine erste Kapitelstruktur aufsetzen, damit ich später beim Schreiben weiß, wann was passieren soll. Erst dann fange ich an, die einzelnen Kapitel mit Inhalten zu füllen.

Und spätestens dann brauche ich das nächste Feature von Scrivener: Den Research-Bereich. Alles, was ich dort hineinpacke (Skizzen, PDFs, Dokumente, Bilder, WebSeiten etc.) bleibt dort und kann über das Tool gesucht werden. Dort kann ich meine Ideen zu den Hintergründen der Personen, der Orte, der Rahmenhandlung etc. hinterlegen, ohne dass sie mich später stören.

Mit Scrivener habe ich mein Tool zum Verfassen von Texten gefunden. Ich habe bereits feststellen können, dass es nicht nur für kurze Texte, sondern auch für lange gedacht ist. Es funktioniert einfach, ohne dass es mich zu sehr ablenkt.

Mein Workflow sieht nun so aus:

  1. Ideen sammle ich unterwegs via Evernote auf iPad und Android Handy
  2. Diese Ideen strukturiere ich dann auf meinem Notebook in Scrivener
  3. Nach einiger Zeit nehme ich dann diese Ideen und schreibe Inhalte für meine Geschichten

Jetzt habe ich das perfekte Tool. Fehlen nur noch Ideen! 😉

Zu Scrivener.

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