Essen gehen oder selber kochen?

Einfach immer nur Fotos von einem bereits gekochten Essen auf Facebook zu posten, war mir heute einfach zu langweilig. Das ist ja auch immer dasselbe. Irgendwie.

Man geht irgendwo hin, setzt sich zusammen, bestellt etwas und freut sich, wenn das Essen nicht nur gut aussieht, sondern auch noch gut schmeckt.

Heute wollte ich einmal etwas anderen ausprobieren. Ich wollte einfach mal wieder selbst kochen und das auch dokumentieren.

Die Eine Entscheidung

An einem jeden Sonntag ist es immer das schwierigste die eine Entscheidung zu treffen: Gehen wir essen oder kochen wir?

Normaler Weise ist diese Entscheidung relativ leicht getroffen, denn weder meine Frau noch ich haben Lust, großartig zu kochen. Besonders dann nicht, wenn die Kinder aufgeregt den ganzen Tag um einen herum gehüpft sind. Man macht es sich dann gerne etwas einfach und geht essen.

Nicht so heute.

Heute war das Wetter ganz trüb. Es war nass und kalt draußen. Außerdem hat eine gute Freundin gestern Geburtstag gefeiert und wir waren etwas länger dort, und haben mitgefeiert.

Ich gebe es gerne zu: Wir waren ein wenig… faul, könnte man sagen. — Raus aus dem Haus wollte niemand so gern.

Also haben meine Frau und ich den Kühlschrank geleert, das Eisfach ausgekratzt und geschaut, was noch da war…. Und siehe: Es war noch einiges vorhanden.

Vorbereitung

Vorbereitung

Wir hatten noch zwei Zucchini, etwas Knoblauch (3 Zehen), zwei Zwiebeln, zwei Mohrrüben, die ich vor den Hasen gerettet habe und ein wenig Spritzpaprika (3 Stück). Dazu haben wir dann noch frischen Lachs gefunden.

Also haben wir die Zucchini geschält (ja, es ist Bio, aber ich mag die Schale nicht immer haben) und in dicke Scheiben geschnitten.

Die Möhren habe ich auch geschält (damit die Hasen doch noch etwas davon haben) und ebenfalls in Scheiben geschnitten.

Die Zwiebeln wurden gewürfelt und der Knoblauch in kleine Stückchen geschnitten.

Die Kunst des Dünstens

Dann haben wir alles mit etwas Salz in den Bräter getan und scharf in Olivenöl angebraten.

Anbraten des harten Gemüses

Etwas später kam dann der klein geschnittene Paprika hinzu.

Mit Paprika

Jetzt muss alles noch schön gewürzt werden mit Salz, schwarzem Pfeffer und Chilli-Flocken.

Als letztes kommt der noch tiefgefrorene Lachs hinzu und dann wird der Bräter nur noch auf niedrige Stufe (Stufe 3) gestellt:

Mit gefrorenem Lachs

Jetzt ist es ganz wichtig, den Deckel des Bräters nicht zu vergessen. Ansonsten wird der Lachs ganz trocken und man sollte doch lieber auswärts essen gehen.

Nach ca. 15 Minuten sollte es dann ungefähr so aussehen:

Nach 15 Minuten

Jetzt kann man den Lachs ein wenig würzen: Ordentlich mit Salz und Pfeffer bestreuen und auch schon ein paar Chilli-Flocken können hinein. Wer später etwas mehr Sauce möchte, kann jetzt noch Wasser hinzugeben und den Bräter wieder schließen.

Nach weiteren 15 Minuten ist der Lachs schön fertig gegart und das Wasser vom Fisch sollte sich im Bräter befinden.

Fast fertig

Je nach Bedarf und Geschmack kann das Gericht auch mit Reis oder Kartoffeln gegessen werden. Wir hatten noch etwas Reis über, den wir mitserviert haben.

Guten Appetit

Zubereitungszeit: 15 Minuten
Garzeit: 30 Minuten
Schwierigkeit: Leicht

Guten Appetit!

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Von einem der auszog, das iOS kennenzulernen

Es ist wahr.

Es ist wirklich wahr, ich habe zu Weihnachten, ein kleines iPad mini bekommen, da mein altes LG GPad 8.3 nicht mehr zu gebrauchen war. Ich hatte meiner Frau gesagt, ich möchte ein kleines 8-Zoll Tablet, habe allerdings nicht damit gerechnet, dass ich ein iPad mini bekommen würde.

Nun, ich war immer einer, der über iOS geschimpft hatte. Und über Apple. „Viel zu teuer für das Gebotene“ habe ich immer gesagt. „Luxus-Marke, die kein normaler Mensch braucht“, habe ich sogar meinen Kindern eingeimpft.

Und dann habe ich unter dem Weihnachtsbaum ein schwarzes iPad Mini mit 64GB und einer blauen Hülle von Apple (SmartCase) gefunden. Ich habe das iPad ausgepackt und während der nächsten Tage ausführlich getestet. Ich war mir zu diesem Zeitpunkt noch sicher, dass ich das iPad zurückschicken werde und mir ein preislich angemesseneres Tablet zulegen werde (z.B. das Sony XPeria Tablet Z3 compact).

Ich habe also das iPad mini ein paar Tage getestet. Auf Herz und Nieren. Ich habe Apps installiert und habe gleich mal feststellen müssen, dass ich viel zu kompliziert denke: Ich hatte eine App installiert, die ich wieder deinstallieren wollte und ich kam nicht drauf, wie das gehen kann. Über den AppStore kann man keine Apps deinstallieren. Und über die Einstellungen geht das auch nicht. Ich musste mir also tatsächlich eine Blöße geben und einen Kollegen mit iOS-Erfahrung fragen, wie ich diese App wieder los werde. Welcher jahrelange Android-User kommt schon auf die Idee, die entsprechende App länger anzutippen und dann auf das rote X zu klicken? Das ist doch viel zu logisch, zu intuitiv… Meiner Frau ist das gleich aufgefallen, aber sie denkt auch nicht so kompliziert wie ich.

Ich habe das iPad so eingerichtet, dass ich auch meinen Arbeits-Kalender einsehen kann und dass ich alle meine beruflichen Emails lesen und beantworten kann und war überrascht, wie einfach das geht. Unter Android musste ich immer zunächst ein Zertifikat installieren und mir dazu ein kryptisches Passwort geben lassen. Anschließend konnte es dann funktionieren… oder eben auch nicht.

Bei iOS war das alles irgendwie… anders. Und vor allem: Es funktionierte auf Anhieb. Die Integration des Kalenders und der Emails verlief also sehr einfach und intuitiv. Mir persönlich gefiel auch sofort der Mailer besser. Und der Standard-Apple Kalender gefiel mir auch besser.

Ein weiterer Punkt, der mir sofort auffiel war das Thema VPN. Unter Android hat das nie so richtig funktioniert. Ich konnte nur über ein gerootetes Android-Smartphone auf das Firmennetz zugreifen. Auch wenn das mittlerweile eher zweite Priorität hatte (weil mein Arbeitgeber bestimmte Dienste außerhalb des Firmennetzes zur Verfügung stellt), stellte ich mit Genugtuung fest, dass VPN nichts weiter als ein Eintippen der entsprechenden Daten (IP-Adresse etc.) war.

Nachdem ich mich also erst mal auf das Thema iOS eingelassen hatte, fand ich immer mehr und mehr Dinge, die ich besser gelöst und durchdachter fand, als alles, was ich bis dahin kannte.

Um ein paar Dinge zu nennen: Zentrale Einstellungen! Jede App kann seine Einstellungen über die  „Einstellungen“-App zur Verfügung stellen. Man glaubt es nicht, aber das ist ein enormer Gewinn an Komfort. Denn ich weiß so immer, wo ich hin muss wenn ich etwas einstellen will. — Leider hält sich nicht jede App daran. Google ist zum Beispiel so ein Kandidat, der versucht, seine Android-UI auf iOS zu übertragen: Material-Design hat auf iOS nicht wirklich etwas zu suchen, meiner Meinung nach.

Interessant finde ich auch die Frage nach den erteilten Rechten einer App. Wie kann ich zum Beispiel einer App unter Android abgewöhnen, im Hintergrund Amok zu laufen? – Richtig, gar nicht. Beziehungsweise nur durch Deinstallation. Unter iOS gehe ich auf „Einstellungen“ –> Hintergrundaktualisierung und schiebe den Schalter auf „Off“.

Oder wie kann ich unter Android einer App verbieten, Daten über meinen Mobilfunkvertrag zu versenden? Richtig. Auch nicht. Jedenfalls nicht nur einer speziellen App. Unter iOS gehe ich zu „Einstellungen“ –> „Mobiles Netz“ und setze den entsprechenden Schalter bei der entsprechenden App. Ganz einfach.

So richtig interessant wird iOS aber erst, wenn man es mit OSX – also zusammen mit einem MacBook – verwendet. So habe ich jetzt schon seit über einem Jahr beruflich ein MacBook Pro (auf dem auch diese Zeilen hier entstehen). Ich selber habe seit Jahren Linux auf dem Desktop verwendet. Je mehr ich allerdings mit Themen wie Excel, Powerpoint und Word konfrontiert wurde, desto eher wurde mir klar, dass Linux zwar ein wundervolles (Server-) Betriebssystem ist, auf dem professionellen (DAU-) Desktop aber leider nicht viel zu melden hat. Mehr dazu aber gerne in einem anderen Blog-Eintrag.

Jedenfalls hatte ich unterwegs auf meinem iPad eine Email begonnen und musste irgendwann kurz vor dem Abschicken der Mail feststellen, dass Apple Mail auf dem iPad keine Attachments verschicken kann. Jedenfalls keine PDFs, die irgendwo gespeichert sind.

Ich fluchte innig, als ich es bemerkte, denn der Text war durchaus anspruchsvoll (er bestand aus mehr als ein paar Sätzen).

Ich dachte nur: „Einen Tod muss man sterben“. Ich wollte also zu Hause die Email auf meinem MacBook neu schreiben. Ich legte das iPad neben den Mac, loggte mich ein und sah plötzlich das Email-Programm unten in der Taskleiste beim Mac. Links vom Finder. Abgetrennt vom Rest der Taskleiste. Neugierig klickte ich drauf. Dann musste ich etwas warten und plötzlich erschien ein Fenster mit der Nachricht, die ich auf dem iPad angefangen hatte. Ich musste also nur noch das PDF anhängen und konnte die Mail verschicken. Genial. Das also ist Handoff und Continuity. Sehr praktisch.

Auch die anderen Features von Continuity sind sehr verheißungsvoll: Wenn das iPhone klingelt, kann ich den Anruf sowohl am iPhone, als auch am iPad oder am Mac entgegen nehmen. Wenn eine SMS eintrudelt (ja, ab und zu gibt es noch SMS), dann kann ich die mit der Nachrichten-App auf dem Mac beantworten (oder auf dem iPad). Dinge, die ich früher versucht hatte, mit anderen Apps auf dem Handy zu erledigen (PushBullet z.B.).

iPhone? Ja richtig. Ich habe mir in der Zwischenzeit ein iPhone 6 bestellt. Und das iPad habe ich natürlich behalten. Es ist einfach nur praktisch. Ich bin jetzt zwar im Apple-Kosmos gefangen. Aber es ist ein goldener Käfig. Ein Käfig, aus dem ich ungern wieder raus möchte, so lange alles funktioniert. Denn es macht das Arbeiten um einiges einfacher.

Und meinen Kindern sage ich jetzt nur noch ganz leise, dass niemand Apple braucht. Denn wenn die Geräte nicht so teuer wären, würde ich ihnen lieber ein altes iPhone schenken. Denn mit der Familienfreigabe, kann ich ganz genau festlegen, was sie dürfen und was nicht. Und ich kann einmal eine App kaufen und alle meine Familienmitglieder können diese dann nutzen. — Wie oft ist es mir schon passiert, dass ich ein Spiel gekauft habe, das dann meine Kinder auch haben wollten? Unter Android darf ich es dann drei mal kaufen…

Warum ich mein Sony Xperia Z3 compact liebe

Sony Xperia Z3 compact

Gestern war wieder einer jener Tage, an denen ich mein Sony Xperia Z3 compact zu schätzen gelernt habe.

Ich bin morgens um 7:00 Uhr aufgestanden und habe es aus der Docking-Station herausgenommen. Während des Frühstücks habe ich mir meine Morgenlektüre damit angeschaut: spiegel.de,  heise.de, golem.de, sueddeutsche.de und ein paar kleinere Blogs. Außerdem habe ich die Facebook-App verwendet, um zu schauen, wer mir was über Nacht geschrieben hat.

Um 8:00 Uhr der erste Call. Er ging über rund eine Stunde. Ich telefoniere zu Hause mit dem Sony-Headset mit Geräuschunterdrückung.

Der nächste Call folgte von 9:00 Uhr bis 10:00 Uhr und dann noch mal von 10:30 bis 11:00 Uhr.

Ich habe mich in mein Auto gesetzt, um einen Kollegen vom Flughafen abzuholen. Unterwegs ist mein Handy via Bluetooth mit dem Mediasystem des Autos verbunden. Es folgte der nächste Call von 11:00 bis 11:30 Uhr über das Auto.

Den Rest der Fahrt habe ich dann noch etwas Musik über Google Play angehört (ca. 30 Minuten, da ich im Stau stand).

Am Flughafen angekommen, habe ich das Telefon ein weiteres Mal dazu genutzt, um zu telefonieren. Dazwischen habe ich noch ein paar mal die Apps Hangout und WhatsApp verwendet. Ach ja, und einen Facebook-Eintrag habe ich damit gemacht.

Den Weg mit meinem Kollegen vom Flughafen zum Office lag mein Telefon quasi unbenutzt in der Ablage meines Autos, war aber via Bluetooth mit dem Mediensystem verbunden.

Im Office angekommen, folgten zwei weitere Telefonate, berufliche Hangouts und später während eines Meetings wurde Evernote verwendet, um Fotos des Whiteboards festzuhalten (5 Fotos habe ich damit gemacht).

Um 18:00 Uhr ging es mit meinem Kollegen zurück zum Flughafen (Telefon via Bluetooth verbunden mit dem Auto).

Dann folgte eine dreieinhalbstündige Autofahrt von München nach Stuttgart, in der ich drei mal telefoniert habe, im Stau spiegel.de und heise.de überflogen habe und ansonsten Musik via Google Play gehört habe.

Als ich im Hotel in Stuttgart angekommen bin (21:35 Uhr), war ich ganz erstaunt, dass ich noch 35% Akku-Kapazität hatte. Ich hätte also durchaus noch ein wenig länger ohne Steckdose auskommen können.

Ganz erstaunt bin ich jetzt aber, dass ich mein Telefon anscheinend tatsächlich hauptsächlich zum Telefonieren benutze. Unglaublich.

Ideen? Ideen!

Es ist schon interessant, wie schnell man ein bisher völlig unbekanntes und für einen selbst völlig uninteressantes Thema spannend finden kann.

Mir ging es immer so mit dem Thema Amerika und Unabhängigkeitskriege und den Jahren davor. Amerika, so dachte ich, besteht aus dem Konflikt zwischen „Natives“ und Weißen. Zwischen Cowboy und Indianern. Und vor allem aus dem Massaker, das die „Eroberer“ angerichtet hatten. — Also alles bekannt und entsetzlich und vor allem langweilig. Ich konnte schon Age Of Empires III nicht mehr spielen, weil es genau dieses Setting hatte.

Bis ich nach einem entsprechenden Setting für meine erste längere Geschichte gesucht habe. Da habe ich mich selbst eines Besseren belehrt.

Ich wollte ein Setting aufgreifen, das zumindest mir unbekannt ist. Ich habe viel über England gelesen, über Deutschland natürlich auch, über Ungarn und einiges über Polen. Und das moderne Amerika kennt man als Kinogänger natürlich auch, da alle Filme und Serien, die man sieht, irgendwo dort spielen.

Meine Geschichte sollte etwas gruselig werden, ein klein wenig Horror versprühen. Und das ganze wenn es geht zu einer Zeit, die weit vor der Industrialisierung liegt. England sollte aber schon eine aufstrebende Weltmacht sein, weil ich mir in den Kopf gesetzt hatte, einen trotteligen englischen Professor in die Geschichte einzubauen. Also konnte als Zeit nur das ausgehende 18te Jahrhundert dienen.

Jetzt stellte sich mir die Frage, WO meine Geschichte spielen konnte. Es musste ein Ort sein, der spannende Abenteuer lieferte, der geheimnisvoll war und noch völlig unerforscht. Ich überlegte hin und her und kam schließlich darauf, Amerika auszuprobieren.

Also fing ich an, mir einen Ort in Amerika auszusuchen, der um 1750 (oder etwas später) all meine Anforderungen erfüllte. Da ich ja meinen englischen Professor einbauen wollte, musste es eine englische Kolonie sein. Die Engländer hatten um 1750 herum vor allem die nördliche Ostküste besiedelt: Und damit konnten als größere und bekannte Städte nur Boston, New York und Philadelphia in Frage kommen.

Nachdem ich ein paar Ideen für die Geschichte gesammelt hatte, war klar, dass es nur Boston sein konnte, da diese Stadt bereits über eine Universität verfügte (Boston hatte bereits Harvard). Dumm ist allerdings, dass Harvard zu dieser Zeit gerade erst im Wandel war von einer streng religiösen Einrichtung zu eine etwas offeneren zu werden. Mein Professor musste also das entsprechende Lehrgebiet haben (Sprachen, Philosophie und Algebra).

Und je mehr ich über Boston in dieser Zeit las, desto interessanter wurde diese Stadt für mich. Eine weitere Hauptfigur sollte ein Dieb sein, der beim Gouverneur erfolgreich eingebrochen ist. Wer war denn um diese Zeit Gouverneur von Boston? Und wie stand es denn um die Politik in dieser Zeit? Womit haben die eigentlich bezahlt oder gab es keinen Handel? Und was passierte geschichtlich gesehen in den Jahren davor und danach?

Wie man sich vorstellen kann, bin ich vom Hundertsten ins Tausendste gekommen. Und ich habe festgestellt, dass die deutschsprachige Wikipedia allenfalls eine kurze Zusammenfassung des Benötigten enthält und dass man definitiv noch weitere Quellen benötigt, um alles zu verstehen.

Auf jeden Fall hat sich herausgestellt, dass mir Recherche sehr viel spass macht und dass das geschichtliche Setting Amerika um 1750 sehr interessant sein kann.

Vorlagen mit Scrivener

Wenn man mit Scrivener arbeitet und ein etwas längeres Projekt plant, dann stellt man irgendwann fest, dass Vorlagen für neue Kapitel oder Szenen sehr schön wären. Und zwar sollten in diesen Vorlagen ganze Strukturen mit ihren Metadaten hinterlegt werden können.

Bei meinem aktuellen Projekt ist das zum Beispiel so, dass ein Kapitel immer aus einer bestimmten Sammlung von Dingen besteht:

  • Ein Verzeichnis mit dem Namen des Kapitels und bestimmten voreingestellten Metadaten
  • Jedes Kapitel fängt mit einem speziellen Abschnitt an (in meinem Fall ein Tagebucheintrag einer Hauptperson)
  • Anschließend sollen unterschiedliche Szenen beschrieben werden

Während der Tagebucheintrag immer ähnlich aufgebaut ist und nur aus wenigen Worten bestehen soll, die das aktuelle Kapitel einleiten, sind die weiteren Szenen etwas anders aufgebaut. Beides gilt es in Metadaten zu beschreiben:

  • Aktueller Status (Erstentwurf)
  • Farbmarkierung (TODO = Rot)
  • Icon für die Szene
  • Zielwert für die Anzahl der Wörter pro Szene (Tagebuch ca. 800 und Szene ca. 1200)

Mit den Vorlagen kann ich genau das erreichen. Und ich war selbst ziemlich überrascht, als ich gesehen habe, wie es funktioniert.

Einfach ein neues Verzeichnis in der Mappe anlegen. Anschließend dann im Menü „Projekt“ auf „Auswahl als Vorlagenverzeichnis“ oder im englischen Menü: „Set Selection as Templates Folder“.

Anschließend wird das Icon mit einem T überlagert und alles, was sich nun in diesem Verzeichnis befindet kann als Vorlage verwendet werden.

Das richtige Tool zum Schreiben

Wenn man sich in den Kopf gesetzt hat, etwas zu schreiben, dann fängt man als Nerd natürlich erst mal damit an, herauszufinden, womit man schreiben möchte.

Andere würden jetzt vielleicht einfach Word nehmen. Oder LibreOffice. Oder VIM. — Aber ich doch nicht.

Wenn ich schon schreibe, dann aber richtig. Wenn ich nichts aufs Papier bringe, dann liegt es ja nicht daran, dass ich meine Gedanken nicht unter Kontrolle bringen kann – Nein! – Es wird einzig und allein daran liegen, dass ich das falsche Tool zum Schreiben verwendet habe. Ganz sicher.

Und um das auszuschließen, habe ich die ersten Tage meiner aufkeimenden Kreativität dafür benutzt, ein entsprechendes Tool zu finden.

Welche stehen denn zur Auswahl?

Eine ganze Menge, wie mir scheint. Es ist unglaublich, was man alles so an Tools findet, wenn man schaut. Um nicht völlig den Überblick zu verlieren, habe ich mich auf vier Tools konzentriert: Word (bzw. LibreOffice Writer), Scrivener, Evernote und Ulysses III.

Wenn man sich schon mal ein neues Tool aussucht, sollte man sich natürlich auch Gedanken darüber machen, was man für Features benötigt. Bei mir waren es die folgenden:

  • Synchronisierung über verschiedene Geräte hinweg (iPad, PC, Android Smartphone)
  • Möglichst einfaches und übersichtliches UI
  • Die Möglichkeit, direkt EBooks zu erzeugen für epub und mobi (Amazon) und HTML für Blogeinträge
  • Templates für Kapitel und Szenen erzeugen können
  • Ich möchte alles, was zu einem Projekt gehört in diesem Tool zusammenfassen können

Word (und damit LibreOffice Writer) schied schon sehr früh aus. Ich hatte vor einigen Jahren schon meine ersten Erfahrungen damit machen dürfen und habe mir damals schon geschworen: Wenn ich mir noch mal die Finger verbrennen will, dann aber mit einem völlig anderen Tool.

Also blieb dann nur noch Scrivener und Ulysses III und – natürlich – Evernote übrig.

Evernote hat als großen Vorteil, dass es für alle Platformen (Windows, OSX, Android, iOS) funktionert und dass es über diese Platformen hinweg synchronisieren kann. Es ist aber nicht wirklich ein Schreibtool. Man kann zwar schreiben damit, aber es ist eher ein Tool, mit dem man kurze Ideen sammeln und skizzieren kann. Ich verwende es weiterhin, allerdings nur genau zu diesem Zweck: Sammeln von Ideen.

Der nächste Schritt war dann, sich Demo-Versionen sowohl von Ulysses III als auch von Scrivener zu besorgen. Beide Hersteller bieten eine solche Demo an, die man für eine gewissen Zeit testen und nutzen kann.

Nachdem ich beide Tools einige Zeit verwendet hatte, habe ich mich für Scrivener entschieden, weil es mehr den Workflow beim Schreiben unterstützt und mir als Author hilft, alles an einem Platz zu halten.

Wie meine ich das?

Nun, zunächst einmal habe ich eine Idee, was ich schreiben möchte. Dazu möchte ich mir Notizen machen, damit ich nicht übermorgen wieder alles vergessen habe. Dann möchte ich von diesen Notizen ausgehend, eine erste Kapitelstruktur aufsetzen, damit ich später beim Schreiben weiß, wann was passieren soll. Erst dann fange ich an, die einzelnen Kapitel mit Inhalten zu füllen.

Und spätestens dann brauche ich das nächste Feature von Scrivener: Den Research-Bereich. Alles, was ich dort hineinpacke (Skizzen, PDFs, Dokumente, Bilder, WebSeiten etc.) bleibt dort und kann über das Tool gesucht werden. Dort kann ich meine Ideen zu den Hintergründen der Personen, der Orte, der Rahmenhandlung etc. hinterlegen, ohne dass sie mich später stören.

Mit Scrivener habe ich mein Tool zum Verfassen von Texten gefunden. Ich habe bereits feststellen können, dass es nicht nur für kurze Texte, sondern auch für lange gedacht ist. Es funktioniert einfach, ohne dass es mich zu sehr ablenkt.

Mein Workflow sieht nun so aus:

  1. Ideen sammle ich unterwegs via Evernote auf iPad und Android Handy
  2. Diese Ideen strukturiere ich dann auf meinem Notebook in Scrivener
  3. Nach einiger Zeit nehme ich dann diese Ideen und schreibe Inhalte für meine Geschichten

Jetzt habe ich das perfekte Tool. Fehlen nur noch Ideen! 😉

Zu Scrivener.